fukushima und was ein jahr später noch davon bleibt.
mehr als ein bitterer nachgeschmack? ich glaub schon, denn die atomare katastrophe von japan ist weder ausgestanden noch vergessen. die leute um die nuklear havarie haben es mit dramatischen strahlenwerten zu tun. das trinkwasser, die milch, die nahrung… alles was aus dem boden kommt strahlt und strahlt. die werte sind nicht akut bedenklich, doch wenn man die heissen partikel mit der nahrung zu sich nimmt, das vielleicht noch über einen längeren zeitraum, dann “verbrennt” der körper quasi von innen da auch alpha und beta strahler die sonst von der haut und/oder kleidung abgewehrt werden direkt in das fleisch, lungenbläschen oder blut strahlen kann.
langsam bleibt eigentlich nur noch die frage offen wieso die bevölkerung das land trotz krebsgefährdung nicht verlässt. sollten keine emotionalen gründe vorliegen wäre es das schlauste sich wenigstens die nächsten 30 jahre auf distanz zu japan zu begeben. trotzdem gibt es noch zu viele menschen die sich immernoch in der direkten nähe des havarierten kernkraftwerks befinden. die japanische regierung hat einfach den völlig realitätsfernen 20km sperrgürtel rund um fukushima gezogen ohne darauf rücksicht zu nehmen, dass die strahlung sich ja nicht gleichmässig ausbreitet sondern durch wind und umwelteinflüsse ganz individuell in diverse richtungen getrieben wird. vor allem das trinkwasser ist durch die dilettantischen kühlungsversuche in der atomruine arg in mitleidenschaft gezogen worden. ganz abgesehen von der anhaltenden verseuchung des meerwassers durch tonnenweises abpumpen von kontaminiertem wasser in den pazifik.
und die verseuchung des pazifik ist keineswegs ein lokales problem. es wurde mittlerweile zu einem globalen stress der auch uns in europa betrifft. seafood, polardorsch, alaska- seelachs … so gut wie alle arten die im fanggebiet FAO 61 leben weisen erhöhte strahlenwerte auf da der nordpazifikstrom die radioaktiven teilchen zum teil bis zur amerikanischen westküste transportiert. fische weisen durchwegs eine höhere radioaktivität auf als das wasser um sie herum, da sie wie ein filter auf schwebpartikel wirken. vor allem raubfische sind ganz extrem schadstoffbelastet.
wer nun glaubt, dass die japanische atomtragödie lokal beschränkt ist, der irrt. längst sind die folgen bei uns spürbar und das radioaktive caesium 137 hat eine halbwertszeit von 30 jahren…
