da sind wir wieder mal. jetzt wackelt ACTA, PIPA und der andere schnars dessen namen ich vergessen habe sind abgewehrt, und trotzdem haben ein paar leute sich scheinbar zur aufgabe gemacht das geistige eigentum von uns künstlern zu schützen.

unter kunsthatrecht.at kann man eine petition unterzeichnen die künstlern das uneingeschränkte recht auf verwertung und nutzung ihres geistigen eigentums gibt.

-ein klares Bekenntnis der österreichischen Politik zum Urheberrecht als Grundrecht der Künstlerinnen und Künstler.
-eine zeitgemäße Reform und Ausbau des Urheberrechts unter Berücksichtigung aktueller Technologien.
eine Reform der urheberrechtlichen Vergütungssysteme, insbesondere der Leerkassetten- und Reprographievergütung.
-die Erhaltung des Urheberrechtssenats als effiziente Streitschlichtungsinstanz.
-wirksame Instrumente der Rechtsdurchsetzung.

ich mein – gehts eh? das wäre das gleiche wie wenn ich jetzt kurzparken in wien fordern würde. und für eine erschliessung österreichs mit einem autobahnnetz plädierte.

copyrights haben in unserer gesellschaft ohnehin schon eine zu gewichtige rolle. nur dass ich da weiter oben die punkte der forderungen von kunsthatrecht.at kopiere rückt mich schon in den dunstkreis der kulturattentäter copycat.

ganz im gegenteil .. wir brauchen mehr initiativen wie creative commons oder copyleft. uns künstlern wird auch nichts gestohlen: es wird deriviert und kopiert. im besten fall gibt es dann anerkennung und attribution. so solls auch sein. denn mir entgeht nichts wenn jemand hergeht und videos von mir ansieht, oder teile daraus kopiert und weiternutzt. sollte er oder sie damit kommerziell erfolgreich sein wird es ein leichtes sein dafür geld einzuklagen, wenn nicht – worüber reden wir dann.

ich unterzeichne das jedenfalls nicht. ich bin dafür, dass jeder teilt statt sich gegenseitig das wasser abzugraben.

man kann auch ganz deutlich in der geschichte des urheberrechts lesen wozu es gut ist: uns gegenseitig misstrauisch zu machen und die konkurrenz zu schüren. im endeffekt nutzt es ja sowieso nur den labels, denn wenn warner brothers draufkommt sie müssen jetzt auf irgendeiner DVD einen track von dir benutzen ohne dich zu fragen werden sie dich mit einer lächerlichen summe abspeisen, insofern du überhaupt irgendeine vergütung dafür bekommst. sprich: du bist der verlierer; gewinner sind die multies mit ihren rechtsabteilungen.

weiterführend:
http://www.copyrighthistory.com/anne.html