das binnen i und wieso ich es zum teufel wünsche…
wieder mal haben wir den salat. genauer gesagt die aufgelegte schnarchung mit dem binnen i. oder dem jeder/jede. auch wenn das sicher das tollste und besteste auf der welt ist wenn man immer die beiden geschlechter extrapoliert, fängts langsam an zu nerven. ich habs mir schon seit geraumer zeit abgewöhnt, das aus gutem grund: seit es z.b uniseminare gibt wo nur frauen sein dürfen, oder frauencafes wo man als mann nicht reindarf oder whatnot wo ich zuerst zwischen meine beine schauen muss ob ich teilnehmen darf.
mir wird das nämlich ein wenig zu viel, bin mir keinerlei schuld bewusst (noch keine frau geschlagen, nichtmal mit einem mädel schlussgemacht. ich bin auch treu wie gold) und trotzdem muss ich ständig vorwürfe annehmen die eigentlich meiner grossvatergeneration gelten.
auf der anderen seite versteh ich, dass einige mädels traumata aus der vergangenheit in sich rumschleppen. da gibts die ach so zutraulichen väter, die machoesquen lover die sie schlagen und fertigmachen, die alltagssexismen und die ungleichstellung am arbeitsplatz.
gut, den vater kannst du dir nicht aussuchen. aber deinen lover schon. wenn sich der dann als der bruatlinsky par excellence entpuppt ist das zwar schlimm, aber man könnte hier auch schwere verfehlungen bei der partnerwahl attestieren. vielleicht mach ichs mir hier zu leicht, komme wohl aus zu geordneten verhältnissen und hatte im leben einfach zu viel glück um das alles zu verstehen.
wenn aber soziale bewegungen an solchen differenzierungen wie binnen I jede/jeder scheitern sollten dann frage ich mich schon ob da irgendwie – vorsichtig formuliert – ein problem mit dem selbstvertrauen der beteiligtInnen vorliegt. ist es wirklich so wichtig da zu diskriminieren? ist eine künstlerin nicht einfach nur ein künstler? unterscheide ich damit nicht schon?
können wir uns bitte alle ein wenig entspannen und eher das gemeinsame hervorkehren, die welt ist eh schon stressig genug.
ich trink jetzt weiter grünen tee. schwer zu empfehlen.