da haben wir den salat. jahrzehntelang haben wir uns nicht gekümmert um sie. einfach ins land geholt, sie beschäftigt – einen grossteil des wirtschaftswunders der 70er und den wohlstand der 80er mit ihnen zementiert, sie in unsere schulen gelassen. auch haben wir tolle namen für sie gefunden: tschuch, kimmeltirk, krowot, bosneak, … und jetzt, nachdem die rechte in österreich endlich deutungshoheit über die tagespolitik hat wagt doch einer von ‘denen’ tatsächlich sich über unseren status quo aufzuregen.

nein, diesmal ist es nicht der auf der rechten, der böhmen bumsti, unser sudetenhatsche. es handelt sich um den herren links, seines zeichens türkischer botschafter in wien und neokommentator der österreichischen integrationspolitik. wenn ich so nachdenke eh kein schlechter ansatz wenn der vertreter der 2. stärksten migrantengruppe – die spitzenreiter sind ja unsere tollen deutschen – einmal seine sicht der dinge beschreibt. als privatperson. nicht als botschafter wohlgemerkt.

gut, jetzt kann man frech hergehen und mal sehen wie sein eigenes land mit minderheiten umgeht, wie sie in der frage zu der existenz kurdischer minderheiten in ihrem territorium stehen, wie es mit den rechten von armeniern so ganz allgemein bestellt ist, oder wieso in den 20ern des letzten jahrhunderts noch 1,73Mio griechen in der türkei wohnten, die jetzt auf die schlanke zahl von 3000 reduziert wurden. oder versuchen wir mal mit einer christlichen kirche als rechtsperson zu agieren um zb grundstücke oder dgl anzuschaffen. fehlanzeige. aber wenn wir nach jedem angriff einen gegenschlag ausführen, was soll sich verändern? also ganz ehrlich ..

ich geb herrn botschafter Tezcan voll recht. nein, er spricht mir sogar aus dem herzen. viel zu sehr beschäftigen wir uns damit, den anderen vorzuhalten wie anders sie nicht sind. jedesmal wenn die deutschnazionalen (eigentlich heftig, dass man sich mit den spinnern so oft auseinandersetzen muss..) darüber fabulieren wie sehr sich sich von uns unterscheiden, will ich einfach nur ‘dah’ sagen. no-na… stating the obvious. gut, was will man sich von einem einfachen geist denn so erwarten. sicher keine objektiven analysen oder überlegte meinungen. so grenzen wir sie aus: und zwar auf eine art, dass sie es auf keinen fall wie auch immer schaffen können bei uns fuss zu fassen oder teile unserer gesellschaft zu werden.

wir fordern sie ja auf, sich an uns anzupassen. das machen sie sogar recht gut – sie besinnen sich auf ihre herkunft und zelebrieren ihr vaterland. grossartige anpassung wenn man mich fragt. fast schon gruselig wie gut das geht. somit haben wir wohl einen wunsch geäussert, ohne ihn präzise formuliert zu haben. so komplizierte dinge wie integrationspolitik kann man auch nicht in einem zweizeiler auf ein wahlplakat drucken. es geht vielmehr darum sich auf sein gegenüber einzustellen, kennenzulernen und respekt entwickeln. wenn wirs schon so sehen wollen: als hausherren und gastgeber haben wir auch die pflicht uns so zu verhalten, dass man uns gegenüber auch vertrauen und respekt entwickeln kann. feiern wir unsere östereichischen werte zum beispiel, dann sind wir einfach weltoffen und galant. das ist unsere natur.

all das vermisst man, wenn die bundesregierung verschnupft auf die worte von botschafter Tezcan reagiert. er wird ins aussenamt zitiert, vilimsky von der FPö – scheinbar noch vom tasertrauma in mitleidenschaft gezogen – fordert gar das einstellen der beziehungen zur türkei. ich weiss nicht, gehts eh noch? was wollen diese trampeln noch alles aufführen um uns international lächerlich zu machen? doch noch immer wählen zu viele leute diese knallchargen, die die bezeichnung ‘politiker’ einfach nicht verdienen. sie sind emotional unintelligent, können nicht mit geld umgehen und devastieren die zukunft dieses landes nachhaltig.

da haben wir den salat. jahrzehntelang haben wir uns nicht gekümmert um sie. einfach ins land geholt, sie beschäftigt - einen grossteil des wirtschaftswunders der 70er und den wohlstand der 80er mit ihnen zementiert, sie in unsere schulen gelassen. auch haben wir tolle namen für sie gefunden: tschuch, kimmeltirk, krowot, bosneak, ... und jetzt, nachdem die rechte in österreich endlich deutungshoheit über die tagespolitik hat wagt doch einer von 'denen' tatsächlich sich über unseren status quo aufzuregen.

nein, diesmal ist es nicht der auf der rechten, der böhmen bumsti, unser sudetenhatsche. es handelt sich um den herren links, seines zeichens türkischer botschafter in wien und neokommentator der österreichischen integrationspolitik. wenn ich so nachdenke eh kein schlechter ansatz wenn der vertreter der 2. stärksten migrantengruppe - die spitzenreiter sind ja unsere tollen deutschen - einmal seine sicht der dinge beschreibt. als privatperson. nicht als botschafter wohlgemerkt.

gut, jetzt