12. februar 1934 – niemals vergessen!
alle jahre wieder gedenke ich dieses so denkwürdigen tages hier auf diesem blog. das schicksal hat mich auch nochdazu immer näher zu dem platz getragen an dem das alles seinen grauenhaften höhepunkt hatte: der 12. februar platz. ich sitze nun direkt unter der parabelbahn die die artillerie geschosse beschrieben als sie vom döblinger sportplatz abgefeuert in den blauen bogen des karl marx hofes einschlugen. dort töteten sie dutzende arbeiter. hauptmann biedermann hatte dies so befohlen, nach auftrag des damaligen ‘bundeskanzlers’ engelbert dolfuß. der letztere hängt immer noch im parlamentsclub der nachfolgepartei der “hahnenschwanzler” – die ÖVP

kanonen des heeres feuern auf den karl marx hof
klarerweise konnten die arbeiterbünde nichts gegen die überlegene feuerkraft des bundesheeres ausrichten. dieses war übrigens kurz vorher in ein berufsheer umgewandelt worden, anders hätte wohl auch niemand auf unbewaffnete zivilisten mit kriegswaffen geschossen. so ticken die hahnenschwanzler: ehrlos und verschlagen. wie die ratten.

nachdem sie mit hilfe des bundesheeres den karl marx hof eingenommen haben – die gefechte zogen sich über tage hin – wurde dieser in ‘biedermann’ hof umbenannt. biedermann, der kommandant der heerestruppen die für dieses massaker verantwortlich war/ist. es sei festgehalten, dass es keinerlei öffentliche stellungnahme der ÖVP zu diesem thema gegeben hat. und wiegesagt hängt das bild dolfuß’ immer noch im parlamentsklub dieser partei von bauern und tölpeln.
insgesamt über 200 tote, 2000 politische gefangene. der politische widerstand der roten war gebrochen. das ermöglichte den nazis dann später die macht an sich zu reissen, da der wehrwillen sowie die schutzbünde – eine sozialdemokratische miliz – zerschlagen war. man sieht also, die hahnenschwanzler in ihrer dummheit und schamlosigkeit haben hier der braunen pest vorschub geleistet und sie erst ermöglicht.

koloman wallisch knapp vor seine hinrichtung durch capie blanc träger
zur gleichen zeit in bruck an der mur war ein gewisser koloman wallisch – nationalratsabgeordneter und gedienter veteran des 1. weltkrieges – mit über 400 mann in waffen bereit diesen kampf um die freiheit zu fechten.
er hielt sich tapfer, musste sich dann aber dem druck der feldjäger beugen und zog sich in die berge rund um admont/leoben zurück. ein judaslohn von 5000 schilling wurde auf seinen kopf ausgesetzt und ein verräter fand sich alsbald der ihn an die polizei auslieferte. keine woche später wurde wallisch gehenkt. der spuk war vorbei.

wohl die einzig gute tat, die nazis jemals getan haben..
jedenfalls wurde dolfuß dann am 25. juli des gleichen jahres von nazis im rahmen ihres putschversuches im bundeskanzleramt erschossen. durch die achselhöhle in den oberkörper. klassischer blattschuss.