gestern war also die gewissheit hier. nachdem die spö ihre wähler nicht mobilisieren konnte, steht nun ernst strasser als der strahlemann vor uns und kann sich freuen nun eu vertreter mit volksmandat zu sein. was da so schief ging kann sich jeder vorstellen, allerdings frage ich mich schon wieso immer nur die parteien dazugewinnen die handfeste skandale in ihrem dunstkreis haben. strasser z.b ‘mr. email’ der durch angewandte verluderung und pitbull-postenschacher auffiel konnte die erste wirkliche wahl für die övp gewinnen. durch die grandiose listenpolitik der grünen um glawischnig war dann auch noch klar, dass die sache nicht mehr zu retten war und wir nun das revival von schwarz blau auf eu-ebene geniessen dürfen.

langsam frage ich mich auch, was denn die volksmeinung so will und vor allem wie zurechnungsfähig der einzelne eigentlich noch ist. wer hat denn schon das referendum von lissabon gelesen oder weiss genau was gerade auf der europäischen agenda steht? das urteil des wählers bleibt ein emotionales, das in der limbik konstituiert nun das allgemeine leben beeinflusst. die berühmte entscheidung in der wahlzelle, die dann aber über sein und nicht sein der einzelnen mandatare bestimmt, regt in mir eher brechreiz. 

befriedigend finde ich jedoch, dass wenigstens listen wie HPM – mit kronenzeitungsmandat – den rechten dann doch noch wichtige stimmen wegnehmen. bzö schafft den einzug nicht, das ist ja schon mal ein anfang. nicht, dass ich stadler weniger gut leiden kann als mölzer – für mich sind das beide verblendete patienten – aber der protestwähler sollte endlich mit wirklichen alternativen bedient werden, sonst wird das nichts mehr mit der multikulturellen welt und dem kosmopolitikum. sozial-liberale strömungen. das brauchen wir jetzt. nicht die grünen, die hatten ihre zeit: eine neue strömung muss sich bilden und endlich den wählerstock der unzufriedenen vertreten.